Perimenopause: erste Anzeichen, Alter und Dauer

Wann beginnt die Perimenopause, woran merken Sie, dass Sie mittendrin sind, und wie lange dauert sie? Fakten zu den ersten Anzeichen, zum Hormontest und zur Verhütung.

Heller Holztisch am Fenster mit aufgeschlagenem Notizbuch und Bleistift, einer Schale mit Feigen, Trauben und Apfel und einem leeren Kalenderblatt an der Wand
Kurz gesagt

Die Perimenopause ist die Übergangsphase vor der letzten Regelblutung. Sie beginnt meist Mitte bis Ende 40, manchmal früher, und dauert bei den meisten Frauen einige Jahre. Erste Anzeichen sind ein unregelmäßiger Zyklus, stärkere Beschwerden vor der Periode, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen und Hitzewallungen. Einen verlässlichen Test gibt es nicht – die Frauenärztin oder der Frauenarzt beurteilt Alter, Zyklus und Beschwerden.

Was ist die Perimenopause?

Die Perimenopause ist die Zeit des hormonellen Umbruchs vor und kurz nach der letzten Regelblutung, der Menopause. Die Eierstöcke arbeiten unregelmäßiger: Eisprünge fallen aus, das Progesteron sinkt, und das Östrogen schwankt stark – mal ist es niedrig, mal sogar höher als früher. Diese Schwankungen erklären viele der typischen Beschwerden.

Die Perimenopause endet ein Jahr nach der letzten Blutung. Danach beginnt die Postmenopause. Einen Überblick über alle Phasen finden Sie unter Wechseljahre.

Was ist der Unterschied zwischen Prämenopause und Perimenopause?

Die Begriffe werden nicht einheitlich verwendet. Mit Prämenopause ist meist die frühe Phase gemeint, in der sich die Hormone schon verändern, der Zyklus aber noch weitgehend regelmäßig ist – oft ab etwa 40. Die Perimenopause beschreibt die Jahre, in denen der Zyklus unregelmäßig wird und Beschwerden auftreten, bis ein Jahr nach der letzten Blutung. Im Alltag werden beide Begriffe oft gleichbedeutend gebraucht.

In welchem Alter beginnt die Perimenopause?

Im Durchschnitt beginnt die Perimenopause mit etwa 47,5 Jahren. Bei vielen Frauen zeigen sich die ersten Veränderungen aber schon Anfang bis Mitte 40, bei manchen auch mit Ende 30. Die letzte Regelblutung kommt im Schnitt mit etwa 51 Jahren.

Wie lange dauert die Perimenopause?

Meist einige Jahre, bei manchen Frauen deutlich länger. Beginn und Dauer sind von Frau zu Frau sehr verschieden und lassen sich im Einzelfall nicht vorhersagen. Sie endet ein Jahr nach der letzten Regelblutung.

Wie merke ich, dass ich in der Perimenopause bin?

Typische erste Anzeichen sind:

  • Zyklusveränderungen: kürzere Abstände am Anfang, später längere Pausen, stärkere oder schwächere Blutungen, Zwischenblutungen
  • stärkere Beschwerden vor der Periode: Brustspannen, Reizbarkeit und Stimmungstiefs, siehe PMS
  • Schlafprobleme: Durchschlafstörungen, frühes Erwachen, oft schon vor den ersten Hitzewallungen
  • Stimmung und Konzentration: Reizbarkeit, Ängstlichkeit, Vergesslichkeit
  • Hitzewallungen und Nachtschweiß: zunächst oft nur in den Tagen vor der Periode, siehe Hitzewallungen

Weitere mögliche Veränderungen wie Gelenkschmerzen oder trockene Schleimhäute finden Sie unter Wechseljahre: Symptome.

Gibt es einen Test für die Perimenopause?

Einen verlässlichen Test gibt es nicht. Weil die Hormone in der Perimenopause von Tag zu Tag und von Zyklus zu Zyklus stark schwanken, sagt ein einzelner Bluttest – etwa auf FSH oder Östradiol – wenig aus. Auch Speichel- und Urintests für zu Hause können die Perimenopause nicht sicher feststellen.

Ab Mitte 40 stellt die Frauenärztin oder der Frauenarzt die Perimenopause in der Regel anhand von Alter, Zyklusverlauf und Beschwerden fest. Bei jüngeren Frauen oder unklaren Beschwerden können Blutwerte sinnvoll sein, etwa um eine Schilddrüsenerkrankung, Eisenmangel oder eine Schwangerschaft auszuschließen. Ein Zyklus- und Beschwerdetagebuch über einige Monate hilft beim Gespräch.

Wann ist die Perimenopause am schlimmsten?

Bei vielen Frauen sind die Beschwerden in der Zeit rund um die letzte Regelblutung am stärksten, weil sich die Hormone dann am deutlichsten verändern. Das ist aber individuell sehr verschieden.

Kann man in der Perimenopause noch schwanger werden?

Ja. Solange noch Eisprünge stattfinden, ist eine Schwangerschaft möglich – auch bei unregelmäßigem Zyklus. Wer nicht schwanger werden möchte, sollte weiter verhüten. Als Faustregel gilt: Ab 50 kann man nach zwölf Monaten ohne Blutung auf Verhütung verzichten, unter 50 nach 24 Monaten. Besprechen Sie die passende Verhütung in Ihrer frauenärztlichen Praxis.

Was hilft in der Perimenopause?

  • Bewegung: Ausdauer- und Krafttraining stärken Herz, Muskeln und Knochen und verbessern oft Schlaf und Stimmung.
  • Schlafroutine: feste Zeiten, ein kühles, dunkles Schlafzimmer, wenig Bildschirm am Abend.
  • Weniger Alkohol und Koffein: beides kann Schlaf und Hitzewallungen verschlechtern.
  • Regelmäßige Mahlzeiten mit Vollkorn, Gemüse, Hülsenfrüchten und Eiweiß.
  • Tagebuch führen: Zyklus, Schlaf und Stimmung notieren – das zeigt Muster und hilft beim Arztgespräch.

Bei starken Beschwerden gibt es wirksame ärztliche Behandlungen, etwa eine Hormonersatztherapie, eine hormonelle Verhütung, die gleichzeitig den Zyklus stabilisiert, oder nicht-hormonelle Medikamente. Was passt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt.

Welche Nährstoffe spielen im Hormonstoffwechsel eine Rolle?

Kein Nährstoff verhindert oder lindert die Beschwerden der Perimenopause. Einige Vitamine und Mineralstoffe haben aber anerkannte Funktionen: Vitamin B6 trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei. Vitamin B6, Vitamin B12, Niacin und Eisen tragen zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Vollkorn, Hülsenfrüchten, Nüssen, Fisch, Fleisch, Eiern und Milchprodukten liefert diese Nährstoffe. Die DGE empfiehlt Frauen 1,4 mg Vitamin B6 pro Tag. Für Nahrungsergänzungsmittel wird in Deutschland empfohlen, höchstens 0,9 mg Vitamin B6 pro Tagesdosis eines Produkts aufzunehmen. Insgesamt gelten für Erwachsene seit 2023 bis zu 12 mg pro Tag aus allen Quellen als unbedenklich, zuvor lag dieser Wert bei 25 mg.

4 HER Hormonal Balance ist ein tägliches Multivitamin für Frauen mit 15 Vitaminen und Mineralstoffen sowie einer traditionellen Pflanzenmischung aus Ginseng, Damiana und Safran. Zwei Tabletten liefern 0,9 mg Vitamin B6 (64 % des Referenzwerts), 4 µg Vitamin B12, 16 mg Niacin und 5 mg Eisen. Wenn Sie schwanger sind, stillen, Medikamente einnehmen oder eine Schilddrüsenerkrankung haben (das Produkt enthält Jod), sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Da es Eisen enthält, bewahren Sie es für Kinder unzugänglich auf.

Hormonal Balance
4 HERHormonal BalanceMultivitamin mit Ginseng, Damiana & Safran

Häufige Fragen

Kann die Perimenopause schon mit 37 beginnen?

Das ist früh, kommt aber vor. Bei einigen Frauen verändern sich Zyklus und Hormone schon Ende 30. Haben Sie in diesem Alter deutliche Beschwerden oder bleibt die Regel aus, lassen Sie das frauenärztlich abklären, um eine vorzeitige Ovarialinsuffizienz oder andere Ursachen auszuschließen.

Hat man in der Perimenopause noch einen Eisprung?

Ja, aber seltener und unregelmäßiger. Zyklen ohne Eisprung werden häufiger. Deshalb sinkt das Progesteron oft zuerst, und eine Schwangerschaft bleibt möglich.

Kann die Perimenopause die Periode stärker machen?

Ja. Schwankendes Östrogen bei wenig Progesteron kann die Gebärmutterschleimhaut stärker aufbauen, die Blutung wird dann stärker oder länger. Sehr starke Blutungen, Blutungen mit großen Klumpen oder Zwischenblutungen sollten Sie aber ärztlich abklären lassen.

Woran merke ich, dass die Perimenopause zu Ende geht?

Die Abstände zwischen den Blutungen werden immer länger, bis die Regel ganz ausbleibt. Nach zwölf Monaten ohne Blutung steht fest, dass die letzte Regelblutung – die Menopause – erreicht ist.

Quellen

  1. Frauenärzte im Netz – Wechseljahre / Klimakterium
  2. gesund.bund.de – Wechseljahre
  3. familienplanung.de – Verhütungsmittel für die Wechseljahre
  4. AWMF – S3-Leitlinie Peri- und Postmenopause: Diagnostik und Interventionen (015-062)
  5. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) – Referenzwerte Vitamin B6
  6. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) – Höchstmengenvorschläge für Vitamin B6 in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln (Aktualisierung 2024)

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