Omega-3: Nebenwirkungen und wann man es einnehmen sollte

Aufstoßen, Magenbeschwerden, Blutungsneigung, Vorhofflimmern: welche Nebenwirkungen Omega-3 haben kann, wer vorsichtig sein sollte und wann Sie es einnehmen sollten.

Frühstückstisch mit Vollkornbrot und Räucherlachs, einer Tasse Kaffee, einem Glas Wasser und zwei Omega-3-Kapseln auf einem kleinen Teller
Kurz gesagt

In üblichen Mengen ist Omega-3 meist gut verträglich. Häufig sind fischiges Aufstoßen, Magendrücken oder weicher Stuhl. In hohen Dosen kann Omega-3 die Blutungsneigung erhöhen und bei Herzpatienten das Risiko für Vorhofflimmern steigern. Wer Blutverdünner nimmt oder herzkrank ist, sollte Präparate nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen. Nehmen Sie Omega-3 idealerweise zu einer Mahlzeit.

Welche Nebenwirkungen kann Omega-3 haben?

Die meisten Beschwerden betreffen den Verdauungstrakt und sind harmlos. Sie treten vor allem dann auf, wenn Fischöl auf nüchternen Magen oder in größeren Mengen eingenommen wird:

  • Fischiges Aufstoßen und ein fischiger Nachgeschmack
  • Magendrücken, Übelkeit oder Sodbrennen
  • Weicher Stuhl oder Durchfall, seltener Blähungen

Oft hilft es, die Kapseln zu einer Mahlzeit zu nehmen. Bleiben die Beschwerden, setzen Sie das Präparat ab. Ein ranziger Geruch beim Öffnen der Packung spricht dafür, dass das Öl oxidiert ist – dann sollten Sie es nicht mehr verwenden.

Ist Omega-3 blutverdünnend?

In hohen Mengen kann Omega-3 die Blutgerinnung beeinflussen und die Blutungszeit verlängern. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nennt eine erhöhte Blutungsneigung als eines der Risiken hoher Aufnahmemengen. Solche Mengen werden in der Regel nur mit hoch dosierten Präparaten oder angereicherten Lebensmitteln erreicht, nicht mit Fisch.

Relevant ist das vor allem, wenn Sie gerinnungshemmende Medikamente wie ASS, Clopidogrel oder orale Antikoagulanzien nehmen oder eine Operation ansteht. Besprechen Sie ein Omega-3-Präparat dann vorher mit Ihrer Arztpraxis und geben Sie es bei Voruntersuchungen an.

Kann Omega-3 Herzrhythmusstörungen auslösen?

Bei Menschen mit Herzerkrankungen oder erhöhtem Risiko dafür kann die Einnahme von Omega-3-Präparaten das Risiko für Vorhofflimmern erhöhen. Das ergab eine Auswertung klinischer Studien durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), über die das BfR 2023 informiert hat. Das Risiko hing von der Dosis ab und war bei der höchsten untersuchten Menge von 4 g pro Tag am größten. Laut BfR kann es bei diesen Menschen schon ab einer zusätzlichen Zufuhr von etwa 1,8 g pro Tag über längere Zeit steigen.

Welche Risiken haben hohe Dosen?

Neben Blutungsneigung und Vorhofflimmern beobachteten Studien bei hohen Aufnahmemengen erhöhte Cholesterinwerte und bei älteren Menschen eine Beeinträchtigung der natürlichen Immunabwehr. Das BfR empfiehlt deshalb, insgesamt nicht mehr als 1,5 g EPA und DHA pro Tag aus allen Quellen aufzunehmen. Die EFSA stuft bis zu 5 g pro Tag als unbedenklich ein. Wie sich die Mengen zusammensetzen, steht unter Wie viel Omega-3 am Tag?.

Wer sollte vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen?

  • Menschen mit Herzerkrankungen oder entsprechenden Risikofaktoren
  • Wer gerinnungshemmende Medikamente oder andere verschreibungspflichtige Medikamente nimmt
  • Vor einer Operation oder einem zahnärztlichen Eingriff
  • Schwangere und Stillende – hier entscheiden Frauenarztpraxis oder Hebamme
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, für die Präparate für Erwachsene nicht gedacht sind
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen, etwa der Leber oder der Nieren
  • Menschen mit Fischallergie sollten kein Fischöl nehmen, bei Allergie gegen Krebs- oder Schalentiere ist Krillöl tabu

Wann sollte man Omega-3 einnehmen: morgens oder abends?

Die Tageszeit spielt keine Rolle. Wichtiger ist, Omega-3 zu einer Mahlzeit einzunehmen, die etwas Fett enthält. Das verringert fischiges Aufstoßen und Magenbeschwerden. Wer morgens wenig isst, nimmt die Kapseln zum Mittag- oder Abendessen. Manche teilen die Tagesdosis auf zwei Mahlzeiten auf, wenn eine Kapsel auf einmal besser vertragen wird.

Entscheidend ist die Regelmäßigkeit: EPA und DHA werden über Wochen bis Monate in die Zellmembranen eingebaut, eine einzelne Einnahme bewirkt wenig. Eine Pause vor Operationen sprechen Sie mit Ihrer Arztpraxis ab.

Wie nimmt man unser Omega-3 ein?

Nehmen Sie täglich zwei Kapseln mit Wasser ein, idealerweise zu einer Mahlzeit, und überschreiten Sie die empfohlene Tagesdosis nicht. Zwei Kapseln liefern 668 mg EPA und 500 mg DHA. Damit ist die Bedingung erfüllt, unter der EPA und DHA zu einer normalen Herzfunktion beitragen (bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg).

Eine Packung mit 120 Kapseln reicht 60 Tage. Lagern Sie sie trocken, nicht über 25 °C und vor direkter Sonne geschützt, außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern. Nicht geeignet für Personen unter 18 Jahren. Bei Schwangerschaft, Stillzeit, Einnahme von Medikamenten oder Krankheit sollten Sie vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen. Die Kapseln enthalten Fischöl und Rindergelatine.

Omega-3
4 HIM & HEROmega-3Fischöl-Konzentrat (80 %) – EPA, DHA & DPA

Häufige Fragen

Kann man Omega-3 mit Blutverdünnern nehmen?

Nur nach Rücksprache mit der behandelnden Arztpraxis. Hohe Mengen Omega-3 können die Blutungszeit verlängern, und zusammen mit gerinnungshemmenden Medikamenten kann das relevant sein.

Was darf man nicht zusammen mit Omega-3 einnehmen?

Vorsicht ist vor allem bei gerinnungshemmenden Medikamenten geboten. Bei Lebertran sollten Sie außerdem die Vitamin-A- und Vitamin-D-Mengen anderer Präparate mitrechnen. Mit Vitamin D3 oder Magnesium wird Omega-3 häufig kombiniert.

Wie lange sollte man Omega-3-Kapseln einnehmen?

Omega-3 ist für die regelmäßige tägliche Einnahme gedacht, nicht als Kur von wenigen Tagen. Wer eine Herzerkrankung oder Risikofaktoren hat, sollte eine längere Einnahme laut BfR ärztlich begleiten lassen.

Macht Omega-3 dick?

Zwei Fischölkapseln enthalten rund 1,7 g Fett und damit nur etwa 15 Kilokalorien. Das fällt bei der Ernährung kaum ins Gewicht.

Kann Omega-3 Kopfschmerzen oder Müdigkeit verursachen?

Das gehört nicht zu den typischen Nebenwirkungen. Treten nach Beginn der Einnahme neue Beschwerden auf, setzen Sie das Präparat ab und lassen Sie die Ursache ärztlich abklären.

Quellen

  1. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) – Omega-3-Fettsäuren: Wichtig – aber in Maßen (FAQ, 30.04.2026)
  2. BfR – Präparate mit Omega-3-Fettsäuren können bei Herzpatienten das Risiko für Vorhofflimmern erhöhen (Mitteilung 57/2023)
  3. EFSA – Scientific Opinion on the Tolerable Upper Intake Level of EPA, DHA and DPA (2012)
  4. Netzwerk Gesund ins Leben – Handlungsempfehlung Supplement DHA (Stand 06.07.2026, mit EFSA-Werten)
  5. Verordnung (EU) Nr. 432/2012 – Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel

Weitere Artikel