Wie viel Omega-3 am Tag? Bedarf, Dosierung und Obergrenzen
Wie viel Omega-3 Sie am Tag brauchen: ALA laut DGE, 250 mg EPA und DHA als Referenzwert – und warum das BfR insgesamt höchstens 1,5 g EPA und DHA empfiehlt.

Für die pflanzliche Omega-3-Fettsäure ALA nennt die DGE 0,5 Prozent der Energiezufuhr, das sind etwa 1,3 g am Tag. Für EPA und DHA gilt 250 mg pro Tag als Referenzwert, den ein bis zwei Portionen fetter Seefisch pro Woche decken. Das BfR rät, insgesamt nicht mehr als 1,5 g EPA und DHA pro Tag aus allen Quellen aufzunehmen.
Wie viel Omega-3 braucht man am Tag?
Die Frage hat zwei Antworten, weil „Omega-3“ verschiedene Fettsäuren meint. Für die pflanzliche Alpha-Linolensäure (ALA) hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) einen Schätzwert festgelegt: 0,5 Prozent der täglichen Energiezufuhr. Bei 2.400 kcal sind das laut BfR etwa 1.300 mg ALA – so viel wie in einem Esslöffel Leinsamen, einem Esslöffel Rapsöl oder etwa vier Walnüssen.
Für die langkettigen Fettsäuren EPA und DHA hat die DGE für Erwachsene keinen eigenen Wert. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nennt 250 mg EPA und DHA pro Tag als angemessene Zufuhr. Auf dieser Menge bauen auch die zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben auf. Schwangere und Stillende sollten laut DGE im Durchschnitt mindestens 200 mg DHA pro Tag aufnehmen.
| Fettsäure | Richtwert pro Tag | Quelle |
|---|---|---|
| ALA | 0,5 % der Energie (etwa 1.300 mg bei 2.400 kcal) | DGE-Schätzwert |
| EPA und DHA | 250 mg | EFSA-Referenzwert |
| DHA in Schwangerschaft und Stillzeit | im Durchschnitt mindestens 200 mg | DGE |
| EPA und DHA, Obergrenze aus allen Quellen | 1.500 mg | BfR-Empfehlung |
| EPA und DHA, als sicher eingestufte Menge | 5.000 mg | EFSA |
Wie viel EPA und DHA nehmen Menschen in Deutschland auf?
Laut BfR nehmen Erwachsene in Deutschland über die normale Ernährung im Durchschnitt zwischen 127 mg (junge Frauen) und 295 mg (ältere Männer) EPA und DHA pro Tag auf. Bei den fünf Prozent mit der höchsten Aufnahme, meist Menschen mit viel Fisch auf dem Speiseplan, sind es 369 bis 827 mg. Das BfR folgert daraus, dass eine ausgewogene Ernährung mit regelmäßigem Fischverzehr ausreicht.
Wie viel Omega-3 liefert eine Fischmahlzeit?
Fetter Meeresfisch ist sehr reich an EPA und DHA. Schon 100 g gegarter Hering pro Woche ergeben rechnerisch einen Tagesdurchschnitt von rund 420 mg EPA und DHA, 100 g Räucherlachs rund 370 mg. Die Werte schwanken je nach Fang, Jahreszeit und Zubereitung.
| Lebensmittel oder Präparat | EPA | DHA | EPA + DHA |
|---|---|---|---|
| Hering, gegart (100 g) | 2.210 mg | 734 mg | 2.944 mg |
| Lachs, geräuchert, gegart (100 g) | 999 mg | 1.599 mg | 2.598 mg |
| Sardine, geräuchert (100 g) | 640 mg | 894 mg | 1.534 mg |
| Fischöl-Konzentrat, 2 Kapseln (unser Omega-3) | 668 mg | 500 mg | 1.168 mg |
Mehr Lebensmittel, auch pflanzliche ALA-Quellen, finden Sie unter Omega-3 in Lebensmitteln.
Wie viel Omega-3 ist zu viel?
Hier unterscheiden sich die Behörden. Die EFSA stuft eine zusätzliche Aufnahme von bis zu 5 g EPA und DHA pro Tag bei Erwachsenen als unbedenklich ein. Das BfR ist vorsichtiger und rät seit 2009, insgesamt nicht mehr als 1,5 g EPA und DHA pro Tag aus allen Quellen aufzunehmen – also Fisch, angereicherte Lebensmittel und Präparate zusammengerechnet.
Als Begründung nennt das BfR Studien, in denen bei hohen Mengen erhöhte Cholesterinwerte, eine erhöhte Blutungsneigung und bei älteren Menschen eine Beeinträchtigung der Immunabwehr beobachtet wurden. Außerdem kann bei Menschen mit Herzerkrankungen oder Risikofaktoren dafür eine zusätzliche Zufuhr ab etwa 1,8 g pro Tag über längere Zeit das Risiko für Vorhofflimmern erhöhen. Mehr dazu unter Omega-3-Nebenwirkungen.
Wie viel Omega-3 brauchen Kinder?
Auch für Kinder gilt der DGE-Schätzwert von 0,5 Prozent der Energie als ALA. Kinder werden normalerweise über eine abwechslungsreiche Ernährung mit Fisch versorgt. Präparate für Erwachsene sind nicht für Kinder gedacht – fragen Sie im Zweifel in der Kinderarztpraxis nach.
Wie viel EPA und DHA steckt in unserem Omega-3?
Zwei Kapseln unseres Omega-3 liefern 668 mg EPA und 500 mg DHA, zusammen 1.168 mg. Damit sind die Bedingungen der zugelassenen Angaben erfüllt: EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei (bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg), DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion und normaler Sehkraft bei (bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg DHA).
Zusammen mit der durchschnittlichen Ernährung in Deutschland bleiben Sie damit unter den 1,5 g, die das BfR als Obergrenze nennt. Wer an mehreren Tagen pro Woche fetten Fisch isst, braucht laut BfR in der Regel kein Präparat und sollte die Gesamtmenge im Blick behalten. Nehmen Sie nicht mehr als die empfohlene Tagesdosis von zwei Kapseln. Bei Herzerkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit, Einnahme von Medikamenten oder Krankheit holen Sie vorher ärztlichen Rat ein. Nicht geeignet für Personen unter 18 Jahren. Eine Packung mit 120 Kapseln reicht 60 Tage.
Häufige Fragen
Sind 1.000 mg Omega-3 am Tag zu viel?
Nein, wenn damit 1.000 mg EPA und DHA gemeint sind und Sie nicht zusätzlich sehr viel Fisch essen. Die Obergrenze des BfR liegt bei 1,5 g aus allen Quellen. Die Bedingung der zugelassenen Angaben ist schon mit 250 mg pro Tag erfüllt. Bei Herzerkrankungen sollten Sie ein Präparat vorher ärztlich besprechen.
Wie viel EPA und DHA pro Tag?
Als Referenzwert gelten 250 mg EPA und DHA zusammen. Diese Menge erreichen die meisten mit ein bis zwei Portionen fettem Seefisch pro Woche. Insgesamt sollten es laut BfR nicht mehr als 1,5 g pro Tag sein.
Wie viel Omega-3 sind in einer Kapsel?
Das ist sehr unterschiedlich. Achten Sie auf dem Etikett nicht auf die Menge Fischöl, sondern auf die Angaben zu EPA und DHA, denn je nach Konzentration ist nur ein Teil des Öls EPA und DHA. Eine Kapsel unseres Omega-3 enthält 334 mg EPA und 250 mg DHA.
Kann man Omega-3 überdosieren?
Über die normale Ernährung kaum. Mit hoch dosierten Präparaten ist es möglich. Die EFSA stuft bis zu 5 g EPA und DHA pro Tag als sicher ein, das BfR empfiehlt höchstens 1,5 g aus allen Quellen. Bei Herzerkrankungen sollten Präparate nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.
Wie viel Leinsamen oder Rapsöl braucht man für Omega-3?
Für den ALA-Schätzwert reicht laut BfR schon ein Esslöffel Rapsöl (15 ml) oder ein Esslöffel Leinsamen (6 bis 7 g). ALA ersetzt aber nicht EPA und DHA aus Fisch, weil der Körper sie nur in geringem Umfang umwandelt.
Quellen
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) – Omega-3-Fettsäuren: Wichtig – aber in Maßen (FAQ, 30.04.2026)
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) – Referenzwerte Fett, essenzielle Fettsäuren
- BfR – Präparate mit Omega-3-Fettsäuren können bei Herzpatienten das Risiko für Vorhofflimmern erhöhen (Mitteilung 57/2023)
- EFSA – Scientific Opinion on the Tolerable Upper Intake Level of EPA, DHA and DPA (2012)
- EFSA – Dietary Reference Values (DRV Finder)
- Netzwerk Gesund ins Leben – Handlungsempfehlung Supplement DHA (Stand 06.07.2026, mit EFSA-Werten)
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012 – Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel




